Ein neuer Chefdirigent für das OPMC in Monaco

23.01.2013  Kultur

Das Philharmonische Orchester Monte-Carlo erhält einen neuen Künstlerischen und Musikalischen Leiter



 

Seit Beginn seiner Laufbahn, zunächst an der Berliner Philharmonie hat Gianluigi Gelmetti (unter seinen Lehren waren Celibidache, Ferrara und Swarowski) regelmäßig weltweit als Gastdirigent gewirkt. Er war zehn Jahre lang Chefdirigent des SWR-Orchesters Stuttgart, von 2000 bis 2009 musikalischer Leiter der Oper von Rom sowie von 2004 bis 2009 künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Sinfonieorchesters von Sydney. Regelmäßig dirigiert er auch an der Oper von Monte-Carlo, wo er 1990-1991 als musikalischer Leiter wirkte.

Seine internationale Laufbahn führte ihn an Dirigentenpulte in der ganzen Welt. In Italien dirigierte er mehrere Aufführungen für das Rossini Opera Festival, dessen „dienstältester“ Teilnehmer er ist. 1999 erhielt er den Goldenen Rossini-Preis für „Wilhelm Tell“. Zahlreich sind die Preise und Anerkennungen, die er sowohl im lyrischen Fach als auch auf dem Gebiet der sinfonischen Musik errang: die angesehene Musikzeitschrift Opernwelt wählte ihn für seine Interpretation von „Die Hochzeit des Figaro“ von Mozart zum “Besten Dirigenten des Jahres” ; er kam ins Goldene Buch des Bonner Beethovenfestes und erhielt den japanischen Kritikerpreis für seine Beethoven-Aufführungen, den Kritikerpreis für Maometto II von Rossini, den Diapason d’Or in Frankreich für Berg, den Verdi-Preis in Italien. Er spielte Orchesterwerke unter anderem für EMI, Sony, Ricordi, Fonit, Teldec ein. Unter den zuletzt eingespielten Werken ist die 6. Sinfonie von Bruckner, das Stabat Mater von Rossini sowie Die Macht des Schicksals und Ein Maskenball von Verdi auf DVD; die Veröffentlichung ist für 2013 anlässlich des Geburtstags von Giuseppe Verdi vorgesehen. Gianluigi Gelmetti ist auch Komponist;  zu seinen meistgepielten Werken gehören: In Paradisum deducant te angeli ( Uraufführung mit dem Orchester und dem Chor der  Oper von Rom, danach aufgeführt in London, München, Frankfurt, Budapest, Sydney und Stuttgart); Algos für großes Orchester  (uraufgeführt 1997 durch die Münchener Philharmonie), Prasanta Atma 1999, (ein Auftragswerk zu Ehren von Sergiu Celibidache), Cantata della Vita für Chor, Violoncello Solo und Orchester, 2000, (im Auftrag des Teatro Comunale de Bologne). Wir verdanken ihm Opern-Inszenierungen: Isola disabitata von Haydn,  Barbiere di Siviglia und Cenerentola von Rossini, Così fan tutte von Mozart, Gianni Schicchi und Suor Angelica von Puccini sowie La Traviata und Tristan und Isolde.

Gianluigi Gelmetti wurde zum Mitglied der Accademia Nazionale di Santa Cecilia erhoben und leitet seit 1997die Dirigenten-Meisterklasse an der „Chigiana“, der Accademia Musicale Chigiana von Siena. Die Französische Republik hat ihm den Titel eines Ritters  des Ordens der Künste und der Literatur (Chevalier dans l’Ordre des Arts et des Lettres) verliehen, und der Präsident der Italienischen Republik ernannte ihn zum „Cavaliere di Gran Croce“, dies ist der höchste Ehrentitel in Italien.

Vor knapp einem Jahr hat Ihre Königliche Hoheit die Prinzessin von Hannover Maestro Gianluigi Gelmetti mit der Funktion des Referenzdirigenten des  Philharmonischen Orchesters von Monte-Carlo betraut. Nach zehnmonatiger ausgezeichneter Zusammenarbeit, die reich an bewegenden Höhepunkten war, fiel die Entscheidung, Maestro Gelmetti die künstlerische und musikalische Leitung des Orchesters zu übertragen.

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