Pierre Frolla, von Monaco nach Südafrika

16.11.2012  Umwelt

Am 11. November hat der monegassische Apnoetaucher Pierre Frolla einen Tauchgang inmitten von 25 Haien unternommen, um die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen, dass diese Art bedroht ist. Dieser Tauchgang war ein ganz besonderes Wagnis im Rahmen seiner tauchsportlichen Aktivitäten an den Küsten Südafrikas.



 

Das Aquarium vom Paris empfing am 11. November den vierfachen Weltmeister im Apnoetauchen Pierre Frolla zu einem Tauchgang von 1 Stunde in einem Becken mit einem Fassungsvermögen von 3 Millionen Liter (Europas größtes Becken seiner Art), in der Gesellschaft von 25 Großhaien: 16 Schwarzspitzen-Riffhaie, 4 Grauhaie, 3 Zebrahaie, 2 Ammenhaie.
Diese außerordentliche Vorstellung, die die anwesenden Zuschauer begeisterte, wurde von allen nationalen Fernsehkanälen in den Nachrichtensendungen übertragen ; sie bildete den Abschluss der Ausstellung „Die Haie sollen leben !“, die drei Monate lang im Aquarium von Paris zu sehen war und die die Öffentlichkeit für den Schutz der Haie sensibilisieren sollte, die jedes Jahr hundertmillionenfach massakriert werden.

Pierre reist im Lauf des Jahres um die ganze Welt und führt Begegnungen mit den am stärksten bedrohten Tierarten der Meere herbei. Mit Video-Dokumentationen und durch die Teilnahme an großen Veranstaltungen in Frankreich und anderen Ländern, durch seine  in Monaco eingerichtete „Ecole Bleue“ („Blaue Schule“) wendet er sich an die Öffentlichkeit und ganz besonders an die Kinder, um sie über die Empfindlichkeit und Verletzbarkeit der Umwelt aufzuklären und gemeinsam mit ihnen nach Lösungen zu suchen.

Mit den Haien verbindet Pierre Frolla eine ganz besondere Geschichte… Er ist Jahrgang 1975 und gehört der Generation Kinder an, die seinerzeit durch den Film „Der weiße Hai“ von Spielberg traumatisiert wurden. Um seine Angst zu besiegen, beschloss der außergewöhnlich kühne Apnoetaucher vor einigen Jahren, die Meerestiefen, ganz speziell in Südafrika, zu erkunden, wo die großen weißen Haie anzutreffen sind. Abgesehen von dem persönlichen Wagnis haben auch die phantastischen Bilder von diesem unglaublichen Abenteuer die Welt bewegt und dazu beigetragen, das negative Schreckensbild vom bösen Hai auszulöschen und zu korrigieren, das ein Film und eine gerüttelt Maß an Ignoranz dem Tier verpasst hatten.

Fotos : Copyright Pierre Frolla
http://www.pierrefrolla.com/

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