Monaco präsentiert seinen Plan für die digitale Transformation

5G, Glasfaser, Kryptowährung oder Smart City: Das Fürstentum präsentiert der Welt seine neuen Ambitionen in der digitalen Zukunft.

Das Programm mit dem Titel „Extended Monaco“ wurde am 30. April 2019 in Anwesenheit des Fürsten Albert II. vorgestellt. Erklärtes Ziel dieses vor einem Jahr entwickelten Programms ist die Umwandlung des Fürstentums in den digitalsten Staat der Welt.  Auch wenn die Größe Monacos in manchen Fällen ein Handicap sein kann, ist sie in der digitalen Welt ein echter Vorteil, da sie eine einzigartige Reaktionsfähigkeit ermöglicht.

Unter den Ankündigungen der monegassischen Regierung finden sich natürlich Glasfaser und 5G. Das Fürstentum wird voraussichtlich bis Ende Sommer 2019 vollständig mit 5G und bis 2022 flächendeckend mit Glasfaser abgedeckt sein. Das Fürstentum wird außerdem mit einer „souveränen Cloud“ aufrüsten, also einem Datenzentrum, das sich auf dem eigenen Hoheitsgebiet befindet.

 

Mit diesen neuen Hochgeschwindigkeitsnetzen will Monaco den Sprung zur „intelligenten Stadt“ schaffen, in der Straßenlaternen, Parkplätze und Regierungsdienste miteinander verbunden sind, um deren Verwaltung zu verbessern. Die digitale Technologie wird durch die EInrichtung einer E-Health-Plattform mit Online-Terminen ab Herbst 2019 auch das tägliche Leben der Monegassen vereinfachen. Darüber hinaus werden bis 2022 alle Verwaltungsverfahren dematerialisiert.

Monaco legt den Akzent außerdem stark auf Ausbildung in digitalen Techniken und wird aus diesem Grund ab September 2019 das erste Land sein, in dem Computerprogrammierung ab dem Kindergarten gelehrt wird. Ab diesem Jahr werden zusätzlich 4.000 Beamte in einem neuen Learning Lab geschult und Mitglieder der monegassischen Verwaltung profitieren von einem internen sozialen Netzwerk.

Zu den Zielen von „Extended Monaco“ gehört auch, Unternehmen und Aktivitäten durch die Entwicklung neuer Technologien wie z. B. die Blockchain anzulocken.  Das Ziel ist es, ein weltweit führender Anbieter von ICO (Initial Coin Offering = Crowdfunding in Kryptowährungen) im Umweltbereich zu werden. Dazu wird der Staat eine erste ICO zur Finanzierung der Produktion des neuen Dokumentarfilms von Luc Jacquet, Regisseur der Oscar-prämierten „Reise der Pinguine“ starten.