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Exotischer Garten von Monaco und Grotte de l'Observatoire

Kurz gesagt:

  • Der Exotische Garten von Monaco bietet spektakuläre Ausblicke auf das Fürstentum und das Meer.
  • Über 1.000 Arten von Sukkulenten und exotischen Pflanzen gedeihen dort das ganze Jahr über.
  • Ein Besuch des Gartens kann auch die Erkundung der Grotte de l’Observatoire und des Botanischen Zentrums beinhalten.
  • Nach mehrjähriger Renovierung wird die Anlage im März 2026 wiedereröffnet und verbindet botanisches und historisches Erbe mit neuen, besucherfreundlichen Bereichen.

Der Exotische Garten von Monaco: ein grüner Balkon zwischen Himmel und Meer

Seit 1933 ist der Exotische Garten von Monaco eines der Juwelen der Riviera. An den Klippen gelegen, präsentiert er eine bemerkenswerte Sammlung von Sukkulenten und exotischen Pflanzen aus aller Welt. Kakteen, Agaven, Aloen und Crassulen gedeihen hier prächtig und genießen das mediterrane Klima, um das ganze Jahr über zu blühen.

Die Pflanzenvielfalt ist beeindruckend: Über 1.000 Arten von Sukkulenten und Xerophyten sind vertreten, die hauptsächlich aus Latein- und Nordamerika, dem südlichen und zentralen Afrika sowie der Arabischen Halbinsel stammen. Jede Jahreszeit offenbart ihre Schätze, von winterlichen Blüten bis hin zu farbenprächtigen Frühlingsausbrüchen. Der Rundgang schlängelt sich zwischen Beeten mit spektakulären Formen und leuchtenden Farben hindurch. Hinter jeder Kurve eröffnen sich atemberaubende Ausblicke auf das Meer und die Altstadt von Monaco-Ville.

Gegenüber dem Garten befindet sich das Botanische Zentrum, ein echtes Naturschutzgebiet, das zudem mehr als 10.500 geschützte Pflanzen beherbergt und aktiv zur Erhaltung dieses außergewöhnlichen pflanzlichen Erbes beiträgt.

Am 30. März 2026 öffnete der Jardin Exotique nach sechs Jahren Sicherheits- und Modernisierungsarbeiten wieder seine Pforten. Neue Bereiche für Kinder, zum Picknicken und für kleine Snacks bereichern nun den Besuch. Die Wiedereröffnung des Jardin Exotique markiert somit die Rückkehr eines unverzichtbaren Ortes in Monaco, an dem Kulturerbe, Wissenschaft und Staunen aufeinander treffen.

Die Grotte de l’Observatoire: Abstieg ins Innere des Felsens

Unterhalb des Gartens erwartet die Besucher ein weiteres Wunder: die Grotte de l’Observatoire. Diese natürliche Höhle, die 1916 bei den Fundamentarbeiten für den Garten entdeckt wurde, lädt zu einer echten unterirdischen Erkundungstour ein. Der Zugang erfolgt über eine beeindruckende Treppe mit mehr als 300 Stufen, die sich durch Galerien schlängelt, die mit spektakulären Kalksteinformationen geschmückt sind.

Stalaktiten, Stalagmiten, Vorhänge und Säulen verflechten sich miteinander, Tropfen für Tropfen im Laufe der Jahrtausende von kohlensäurehaltigem Wasser geformt. Die von Fachleuten geführte Tour führt von 98 Metern bis auf 40 Meter über dem Meeresspiegel hinab und ermöglicht es, die geologischen Phänomene, die diesen bemerkenswerten Formationen zugrunde liegen, in einer zugleich friedlichen und faszinierenden Atmosphäre besser zu verstehen.

Die Grotte de l’Observatoire ist ein wertvolles Zeugnis der geologischen Geschichte der Region. Tatsächlich wurden dort zahlreiche Überreste gefunden, die von den Ökosystemen und den klimatischen Veränderungen der letzten 250.000 Jahre zeugen. Sie belegen zudem die unbestreitbare Anwesenheit prähistorischer Menschen auf monegassischem Gebiet.

In unmittelbarer Nähe des Gartens ergänzt das Museum für Urgeschichte von Monaco die Erkundung des Ortes auf ideale Weise. Seine Sammlungen ermöglichen es, im Rhythmus der Eis- und Zwischeneiszeiten die wichtigsten Etappen der Menschheitsentwicklung nachzuvollziehen. Es handelt sich um eine der ältesten wissenschaftlichen Einrichtungen des Fürstentums, die in einem vom lokalen Architekten Louis Rué entworfenen Gebäude untergebracht ist.

Ein Ort voller Geschichte und Wissenschaft

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand auf Initiative von Fürst Albert I., einem großen Entdecker und Förderer der Wissenschaften, das Projekt eines Gartens, in dem seltene Pflanzenarten aus den Trockengebieten der Welt versammelt werden sollten. Als begeisterter Botaniker und Liebhaber der Akklimatisierung exotischer Pflanzen wollte der Fürst Monaco zu einem Ort der Erforschung und Entdeckung der Pflanzenwelt machen.

Die Arbeiten begannen 1913, und erst 1933 wurde der Garten von Prinz Louis II. eingeweiht. Die steile Topografie des Geländes, das früher kaum zugänglich war, wurde genutzt, um einen spektakulären Rundgang am Felshang anzulegen, der von Stufen und Aussichtspunkten gesäumt ist, von denen aus man einen atemberaubenden Blick auf das Mittelmeer genießt. Diese einzigartige Lage trägt auch heute noch zum Charme des Jardin Exotique bei.

Die Grotte de l’Observatoire verdankt ihren Namen der Nähe zu einer ehemaligen Sternwarte. Sie wurde 1916 bei Arbeiten im Garten entdeckt und ist seit 1950 für die Öffentlichkeit zugänglich.

Heute setzt die Anlage ihre wissenschaftliche und kulturelle Bestimmung durch den botanischen Rundgang, Führungen durch die Grotte, Wechselausstellungen und verschiedene pädagogische Veranstaltungen fort. Nach mehrjährigen Renovierungs- und Sicherheitsmaßnahmen möchte der Jardin Exotique von Monaco mehr denn je sein natürliches, historisches und wissenschaftliches Erbe in einem für den Komfort der Besucher komplett neu gestalteten Rahmen zur Geltung bringen.

Praktische Informationen

Der Exotische Garten ist ganzjährig geöffnet, mit Ausnahme des 19. November, des 25. Dezember und während des Formel-1-Grand-Prix von Monaco „Louis Vuitton “.
An Abenden mit Feuerwerk gibt es Sonderöffnungszeiten, um die Aussicht vom ersten Plateau zu genießen.

Öffnungszeiten:

  • Januar – November – Dezember: 9:00 – 17:00 Uhr
  • Februar – März – April – Oktober: 9:00 – 18:00 Uhr
  • Mai bis September: 9:00 – 19:00 Uhr

Führung durch die Grotte de l’Observatoire: Beginn stündlich ab 10 Uhr – Dauer 40 bis 45 Minuten.
Führung durch das Botanische Zentrum: dienstags um 14 Uhr sowie mittwochs bis samstags von 10 bis 14 Uhr.

Freier Eintritt für Inhaber der CMI (Mobilitäts- und Inklusionskarte) und Menschen mit eingeschränkter Mobilität.
Barrierefreiheit: Aufgrund der Topografie ist der Zugang für Rollstuhlfahrer auf den Bereich am Eingang des Ausstellungsraums beschränkt.

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