Festival Printemps des Arts in Monte-Carlo

Seit mehr als vierzig Jahren verfolgt der Printemps des Arts de Monte-Carlo unermüdlich seine Mission: Unser Weltverständnis zu erneuern, indem wir Jahrhunderte der Musik erforschen, zwischen den Epochen navigieren, die Kontinente einander näher bringen und dabei Ästhetiken und Disziplinen zusammenführen. Unter dem Vorsitz Ihrer Königlichen Hoheit der Prinzessin von Hannover schlägt die Ausgabe 2026 ein neues Kapitel mit dem Titel "Utopien-Opus 1" auf.

Wenn das Instrument zum roten Faden wird

Im Zentrum des Programms 2026 steht das Musikinstrument als eigentlicher Leitfaden: eine Einladung, anders zu hören, indem man Klangfarben, Gesten und Materialien folgt. Diese Ausgabe bekennt sich zur Vielfalt der Instrumente, vom Duduk bis zu den Martenot-Wellen, von Darmsaiten bis zur "virtuellen Oboe".

Dieser Ansatz stellt alte und moderne Geigenbaukunst einander gegenüber: Die Quartette Danel und Mosaïques stellen Darmsaiten und Metallsaiten, gebogene und gerade Bögen gegenüber, während Les Ambassadeurs ~ La Grande Écurie Cembalo und Hammerklavier in Konzerten von Wolfgang Amadeus Mozart und der Bach-Familie miteinander in Dialog treten lassen.

Begegnungen zwischen den Künsten: Musik, Malerei und Tanz.

Der Geist der Begegnung - der dem Festival so sehr am Herzen liegt - kommt während der gesamten Dauer dieses Printemps, der "von der Pluralität der Künste geprägt" ist, zum Ausdruck: Die Gemälde von Yves Millecamps begleiten das Programm, und der Tanz lädt sich mit den Choreografien ein, die von den Ballets de Monte-Carlo aufgeführt werden.

In dem von Bruno Mantovani geführten Interview spricht Yves Millecamps auch über die zentrale Rolle, die die Musik in seinem Leben als Künstler gespielt hat, bis hin zu den Parallelen, die er zwischen Farben, "Klangleinwand" und der Organisation der Materie zieht.

Neuheiten 2026: Ein Festival, das bestellt, kreiert und überrascht.

Nach einer Ausgabe 2025, die Pierre Boulez gewidmet war, wird der Printemps des Arts dieses Erbe mit einer großen Anzahl von Aufträgen an Künstler von heute fortsetzen. Zu den erwarteten Neuheiten gehört das Konzert für Klavier und Orchester von Marc Monnet (ehemaliger Festivalleiter), das als Höhepunkt der Ausgabe angekündigt wurde, unter den Fingern von Jean-Frédéric Neuburger.

Der Geist der Kreation durchzieht das Programm: Das Festival stellt insbesondere ein von Claudine Simon für diesen Anlass erdachtes Klavierstück in den Vordergrund, der Oboe gewidmete Partituren von François Salès im Rahmen des "la grande battle" am 13. März sowie Kreationen, die Laudes aus dem 13. und 14. Jahrhundert zu neuen Klängen verhelfen. Zum Abschluss kündigt das Festival vier neue "Miniaturen" an, die mit den Ballets de Monte-Carlo produziert werden.

Höhepunkte, die Sie nicht verpassen sollten

Die Ausgabe 2026 lässt sich wie eine Reiseroute erleben. Hier sind einige emblematische Termine dieses Festivals in Monaco.

  • Ein Konzert an einem unerwarteten Ort Sonntag, 15. März, 11 Uhr: In der Collection de Voitures de S.A.S. le Prince de Monaco sind Vincent David (Saxophon) und Éric-Maria Couturier (Cello) zu Gast. Ein Moment, der als eine Erkundung der instrumentalen Materie gedacht ist, bei der Klangfarbe, Atem, Vibrationen und Resonanzen zum Kern der musikalischen Aussage werden.
  • Der Zusammenprall der Saiten Durch die Gegenüberstellung von Instrumenten und Gesten (Darm/Metall, gebogene/gerade Bögen) eröffnen die Quartette Danel und Mosaïques ein spannendes Hörlabor. Ihr Treffen ist für den 29. März im Hotel Hermitage geplant.
  • Ein Echo auf das Boulez Jahr: Vom 2. März bis zum 6. April wird die Installation "Memoriale. Pierre Boulez, der Meister der Zeit" im Auditorium Rainier III ein Hologramm des Komponisten, in Zusammenarbeit mit dem Institut Audiovisuel de Monaco.
  • Ein Abschluss mit Welturaufführungen, zwischen Musik und Tanz. Vom 16. bis 19. April finden in der Oper von Monte-Carlo die Miniaturen statt, bei denen die Ballets de Monte-Carlo und das Ensemble Orchestral Contemporain zusammenkommen. Vier Stücke werden als Welturaufführungen (Auftragswerke des Festivals) angekündigt, und auf die erste Aufführung folgt ein Bühnenrand mit den Komponisten.

Das Festival anders erleben: before, after und hinter den Kulissen.

Der Printemps des Arts de Monte-Carlo lässt sich auch jenseits der Konzerte entdecken: Before (Begegnungen), runde Tische, Meisterklassen, Filmvorführungen, Backstage-Tauchgänge und kommentierte Proben prägen das Programm, für das oftmals eine Reservierung erforderlich ist. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, das Hörerlebnis zu vertiefen, die Wahl der Interpretation zu verstehen und das Konzerterlebnis in Monte-Carlo zu verlängern.

Praktische Informationen

Das Festival Printemps des Arts de Monte-Carlo 2026 findet vom 11. März bis zum 19. April 2026 statt. Reservierungen können am Kartenschalter (Atrium des Casino de Monte-Carlo - Kartenservice), dienstags bis samstags von 10:00 bis 17:30 Uhr, oder online auf der Website des Festivals Printemps des Arts Monte-Carlo vorgenommen werden.